Samstag, 25.05.2013
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Korruption und ehrbarer Kaufmann

Veranstaltung des Landesverbandes in Dortmund zeigt Unvereinbarkeit auf

Mit landestypischen Gebräuchen und Gepflogenheiten wird oftmals versucht, die Zahlung von Bestechungsgeldern im internationalen Geschäftsverkehr zu rechtfertigen. Dass dies ein gefährlicher Irrweg ist, zeigte eine Veranstaltung des Landesverbandes am 22. März 2012 in der International School of Management (ISM) in Dortmund.

 

So wies der erste Referent des Abends, Herr Dr. Harald Schlüter, Rechtsanwalt aus Bielefeld und Mitglied des Führungskreises Transparency Deutschland e.V., darauf hin, dass Bestechung für beide Seiten erhebliche rechtliche Konsequenzen auslösen kann. Übersehen werde dabei oft, dass ein Bestechungsvorgang auch rückwirkend den eigentlichen Hauptvertrag ungültig machen könne. Dabei schütze auch ein einfaches "wegschauen" der Unternehmensspitze nicht, wenn man sich im Nachhinein vorwerfen lassen müsse, keine adäquaten Vorkehrungen getroffen zu haben.

 

Der zweite Referent des Abends, Herr Dr. Thomas Michael Menk, Compliance- & Sicherheitsberater und ehemaliger Leiter der Konzernsicherheit der Daimler AG, ging in seinem Vortrag auf die praktischen Heraus-forderungen an die Unternehmen ein, die notwendigen Regelungen gegen Korruption zu erlassen. Dabei stellte er klar, dass es mit einfachen Hand-büchern und Schulungen nicht getan sei. Vielmehr seien an das jeweilige Unternehmen angepasste Maßnahmen notwendig, um Korruption im eigenen Geschäftsverkehr nicht entstehen zu lassen. Auch kleine und mittlere Unternehmen sieht Dr. Menk dabei in der Pflicht, sich mit dem Thema zu beschäftigten. Dazu seien keine großen Abteilungen notwendig. Vielmehr würden klare Unternehmens- und Personalregelungen - z. B. der regelmäßige Austausch der verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort - dazu beitragen, Korruption stark eindämmen zu können.

 

In der abschließenden Diskussion wies Bernhard Morawetz, stellvertretender Landesvorsitzender und Verantwortlicher für das Ressort Internationales, auf die Bedeutung des Themas Korruption für Unternehmen und Gesellschaft hin. Auch wenn sich gerade im interna- tionalen Geschäftsverkehr Korruption nie ganz verhindern lasse, so sei es mit gemeinschaftlicher Anstrengung möglich, erhebliche Fortschritte bei der Verhinderung von Korruption zu erreichen.  



Bildergalerie



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Foto (von links): Michael Joithe (Landesvorstand), Oliver Ostmann (Landesvorsitzender), Dr. Harald Schlüter (Transparency Deutschland), Dr. Thomas Menk (Complianceberater), Vertreter ISM, Bernhard Morawetz (Landesvorstand)
   
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